Buchdruck und Normierung:Über Buchdruck und Normierung: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 9. April 2019, 15:21 Uhr
Das Projekt "Buchdruck und Normierung" speist sich aus zwei Seminaren, nämlich aus "Der Buchdruck und die romanischen Sprachen" und "Frühe Grammatiken und Sprachtraktate". Mit dem Seminar „Der Buchdruck und die romanischen Sprachen“ wurde vor einigen Semestern ein Projekt aufgenommen, das im Wintersemester 2002/03 mit einer Vorlesung zu „Sprachbetrachtung und Medienrevolutionen“ an der Universität Duisburg begonnen wurde, dann aber zwar in vielfältiger Form in Lehrveranstaltungen eingeflossen ist, aber aus vielen verschiedenen Gründen nicht mehr systematisch verfolgt wurde. Es geht in diesem Projekt um die Frage, wie sehr Medienrevolutionen die Sprachbetrachtung determinieren. Für die romanischen Sprachen ist aus dieser Perspektive die Erfindung der Druckerpresse durch Johannes Gutenberg im 15. Jahrhundert besonders interessant, hat sie doch gewichtige Auswirkungen auf die romanischen Sprachräume und die romanisch sprachigen Gemeinschaften. Im Zuge der Verbreitung des Buchdrucks kommt es schließlich zur Auswahl einer Varietät zu Ungunsten anderer und zur Normierung derselben. Im Seminar "Frühe Grammatiken und Sprachtraktate" beschäftigen wir uns mit der französischen und italienischen Sprachbetrachtung, wie sie sich in den Grammatiken und Sprachtraktaten des 15. und 16. Jahrhunderts manifestiert. Diese Grammatiken und Sprachtraktate betrachten wir nicht nur als "Kinder des Buchdrucks", sondern wir arbeiten auch an ihrer Digitalisierung und Auszeichnung, um sie so nicht nur ins digitale Zeitalter zu "retten", sondern um sie auch mit computationellen Methoden untersuchbar zu machen.